Aktuelles – 3. September 2026

Anschläge auf Strominfrastruktur legen Sicherheitslücken offen

Nach zwei Attacken auf Umspannwerke binnen 24 Stunden fordern Unternehmen Schutz und schärfere Gesetze. In Brandenburg wird wegen Terror ermittelt. NRW prüft „verfassungsfeindliche Sabotage“.

Berlin, Düsseldorf. Nach dem zweiten mutmaßlichen Anschlag auf Deutschlands Strominfrastruktur in kurzer Zeit befürchten Sicherheitsexperten weitere Angriffe. Der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums, Marc Henrichmann (CDU), sagte dem Handelsblatt: „Bergheim und Jänschwalde binnen 24 Stunden: Das sind keine Einzelfälle mehr, das ist eine Serie von Angriffen gegen unsere Energieversorgung.“

Mit Blick auf die Anfälligkeit der Energieversorgung sagte er: „Auffällig ist: Es braucht gar keine großen Sprengungen, kein aufwendiges Arsenal. Ein gezielt herbeigeführter Kurzschluss an der richtigen Stelle reicht, um maximalen Schaden anzurichten.“ Man sehe hier „eiskaltes Kalkül mit niedrigschwelligen Mitteln“.

In der Energiewirtschaft mehren sich Forderungen nach schärferen Schutzmaßnahmen.

Am Dienstagabend kam es in einem Umspannwerk in Bergheim nahe Köln zu einem mutmaßlichen Anschlag. Auf Videos sind nach Angaben des Landesinnenministeriums mehrere Explosionen und grelle Lichtblitze zu sehen. Danach gingen insgesamt fünf Kohlekraftwerksblöcke des Energieversorgers RWE vom Netz.

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