Batteriespeicher sollen das Netz entlasten. Aber gibt es genügend Anreize für die Anschaffung?
Speichersysteme werden wegen der volatilen Stromerzeugung der Erneuerbaren immer wichtiger. Die Preise dafür sinken zwar, Investitionen bleiben aber vergleichsweise überschaubar.
Jahrelang wurden Photovolatik-Anlagen propagiert – als Schlüssel der Energiewende, als günstige Option, den volatilen Börsenstrompreisen zu entfliehen. Seit kurzem aber weht ein anderer Wind. Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) sollen auch jene, die Strom aus ihrer PV-Anlage einspeisen, zur Kasse gebeten werden. Etwas, das die einen als längst überfällig betrachten, um die Stromnetze zu entlasten. Die anderen hingegen fürchten um ihre versprochenen Vorteile und fühlen sich ob des Wechsels des politischen Narrativs vor den Kopf gestoßen.
Inmitten dieser Debatte köchelt ein zweites großes Thema: jenes der Stromspeicher. Ob große Batteriespeicher für Industriebetriebe oder kleinere für jedes Zuhause – beide versprechen, die geschilderten Probleme anzugehen.
Dass man an Batteriespeichern nicht herumkommt, zeigt auch eine aktuelle Studie im Auftrag von Photovoltaik Austria (PV Austria). Der Bundesverband hat gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG), der Technischen Universität Graz und dem Beratungsunternehmen D-Fine errechnet, welcher Bedarf an Speichern im Zuge der Energiewende entsteht. Die Quintessenz: Der Weg zur Klimaneutralität 2040 steht und fällt mit dem Ausbau der Batteriespeicher.
Rückgrat der Energiewende
Denn die Erneuerbaren wie Solar und Wind produzieren den Strom bekanntlich nicht auf Knopfdruck, sondern dann, wenn die Sonne scheint und der Wind weht. Das Netz hält dem nicht immer stand, weshalb mitunter Kraftwerke abgedreht werden müssen. Allein die landesweite PV-Leistung soll laut dem Netzinfrastrukturplan von derzeit neun auf 41 Gigawattpeak (GWp) bis 2040 steigen. Der Strombedarf nimmt der Studie zufolge bis dahin auf 125 Terawattstunden (TWh) zu. Das ist etwas niedriger als frühere Prognosen anderer Institute, aber immer noch rund doppelt so viel wie derzeit.
Weil sich Erzeugung und Verbrauch nicht immer zeitlich decken, entsteht enormer Flexibilisierungsbedarf. Der Analyse zufolge wird sich dieser bis 2040 auf 41 TWh vom derzeitigen Niveau aus versechsfachen. Klassische Speicherkraftwerke werden damit an ihre Belastungsgrenzen stoßen, womit auch der Bedarf an Alternativen, also etwa Batteriespeichern, steigt. Für diese rechnen die Autoren mit dem Faktor acht. Das entspricht sechs Gigawatt (GW) an Kleinspeichern (Haushalte, Gewerbe) und 2,7 GW an Großspeichern. Schließlich ist es vor allem der untertägige Verlagerungsbedarf, der rasant steigt, wie die Modellrechnungen auf Basis von APG-Daten zeigen.
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