Aktuelles – 16. Juni 2026

Bundesrat bremst GModG

Die Ausschüsse des Bundesrats legen konkrete Empfehlungen zum GModG vor. Das Deutsche Energieberaternetzwerk (DEN) betrachtet diese differenziert.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) wird derzeit als sehr eilbedürftig behandelt. Nun hat sich der Bundesrat dazu geäußert: In einem knapp sechzigseitigen Dokument fordern die Fachausschüsse für Wirtschaft, Verbraucherschutz, Umwelt und Städtebau Nachbesserungen und formulieren konkrete Empfehlungen.

„Auf der einen Seite freuen wir uns sehr, dass einige unserer Kritikpunkte nun doch auf institutioneller Ebene Gehör finden, etwa die Kritik an der Biotreppe, der Wegfall einer verpflichtenden Beratung sowie die fehlende Verknüpfung mit einer strategischen Wärmeplanung“, sagt DEN-Vorsitzende Jutta Betz.“ Sie ergänzt: „Gleichzeitig sehen wir einige Forderungen eher kritisch, etwa den Flottenansatz, die Idee, in Einzelfällen auf Dämmmaßnahmen zu verzichten.“

Ausschüsse greifen Kritik an der Biotreppe auf

Die Fachausschüsse formulieren eine grundsätzliche Kritik, die das DEN sowie weitere Fach- und zivilgesellschaftliche Verbände ebenfalls vorbringen. Sie sehen das Gesetz in der „falsche Richtung“ und kritisieren, es verlangsame die „gerade in Schwung kommende Wärmewende und verlängere damit unnötig die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten.“

Im Zentrum der Kritik steht die Biotreppe. Die Ausschüsse bezweifeln, dass genügend Biomasse für die geforderte Biotreppe und die Grüngasquote zur Verfügung steht. Sie sehen die Energieversorgungssicherheit gefährdet, die Klimaziele unter Druck und die Bezahlbarkeit der Energietransformation im Gebäudebereich erschwert.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

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