Aktuelles – 23. September 2026

Bundesregierung legt Fahrplan zum Ausstieg aus fossilen Energien fest

Wie Deutschland bis 2045 klimaneutral werden soll, dafür gibt es jetzt einen Plan: TAFF-Roadmap heißt er – und beinhaltet bekannte Maßnahmen. Der WWF ist nicht überzeugt.

Die Bundesregierung hat einen Fahrplan zum Ausstieg aus fossilen Energien festgelegt. Das Kabinett verabschiedete die sogenannte TAFF-Roadmap, die auf den Beschlüssen der Weltklimakonferenzen aufbaut, wie ein Sprecher des Bundesumweltministeriums mitteilte. TAFF steht für Transitioning Away from Fossil Fuels. Man wolle mit dem Plan »weitere Dynamik in dem Prozess erzeugen«, international schrittweise von den fossilen Brennstoffen wegzukommen, sagte der Sprecher. Immer mehr Ländern werde auch deswegen bewusst, »wie teuer und wie gefährlich« diese Abhängigkeit sei, weil die Lage an der Straße von Hormus darüber entscheide, »ob Menschen sich den täglichen Weg zur Arbeit noch leisten können«.

Das Dokument enthält keine neuen Klimaziele, sondern bündelt dem Sprecher zufolge »bekannte Maßnahmen«, mit denen Deutschland bis 2045 klimaneutral werden will. Deutschlands Fahrplan setze dabei zum einen auf die wachsende Nutzung erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung und zum anderen auf die Elektrifizierung von Mobilität, Wärmeerzeugung und industriellen Prozessen.

Zur Stromerzeugung heißt es in einer Mitteilung des Umweltministeriums: Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien solle bis 2030 auf mindestens 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs steigen – begleitet vom Kohleausstieg bis 2038 und dem Ausbau der Stromnetze. Zudem sollten Gaskraftwerke auf grünen Wasserstoff umgestellt werden, »so dass 2045 ein klimaneutraler Kraftwerkspark ohne fossile Energien steht«.

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