Aktuelles – Kraftwerkstrategie, Stromversorgung, Kapazität, Eckpunkte – Januar 2026

Einigung mit der EU-Kommission zu Eckpunkten der Kraftwerksstrategie

EU-Kommission und BMWE haben Mitte Januar eine Grundsatzeinigung zu Eckpunkten für die Kraftwerksstrategie erzielt. Sie gelten als Rahmen für die Absicherung der Stromversorgung in Deutschland im Einklang mit den europäischen Vorgaben. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Noch in diesem Jahr dürfen auf Grundlage der vereinbarten Eckpunkte zur Kraftwerksstrategie in einem ersten Schritt neue Anlagen mit einer Kapazität von zwölf Gigawatt ausgeschrieben werden. Sie sollen die Versorgungssicherheit absichern, wenn weniger Strom aus erneuerbaren Energien verfügbar ist als benötigt wird, etwa in sogenannten Dunkelflauten (wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht). Die Kraftwerksstrategie nimmt mit mehreren Ausschreibungsrunden den vollständigen Bedarf an steuerbaren Kapazitäten des Jahres 2031 in Angriff, der benötigt wird, um die Versorgungssicherheit mit Strom auf ihrem gewohnt hohen Standard einzuhalten.

In der ersten, 2026 stattfindenden Ausschreibungsrunde sind zehn Gigawatt für neue Kapazitäten reserviert, die über einen längeren Zeitraum am Stück Strom erzeugen können. Solche Anlagen können beispielsweise moderne und hocheffiziente Gaskraftwerke sein. 2027 und 2029 sollen weitere Ausschreibungsrunden für steuerbare Kapazitäten folgen, die alle spätestens im Jahr 2031 einsatzbereit sein müssen. Die Einigung enthält außerdem eine übergreifende Strategie für den technologieneutralen Zubau steuerbarer Kapazitäten. Dazu gehört auch die Einführung eines umfassenden Kapazitätsmarkts im Laufe des Jahres 2027, der ab dem Jahr 2032 sicherstellen soll, dass ausreichend steuerbare Kapazitäten im System sind.

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