Aktuelles – 16. November 2025

Fachkräftemangel: Fehlende Handwerker bremsen Energiewende aus

Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein - doch schon heute fehlen die Menschen, die das umsetzen sollen. In Hessen suchen Handwerksbetriebe händeringend nach qualifiziertem Nachwuchs. Man müsse umdenken, findet die IHK Frankfurt.


Die letzten Schrauben zieht Kai Petry noch fest, dann ist die Wärmepumpe in Hainburg bei Hanau fertig eingebaut - genau im Zeitplan. Gut eine Woche haben er und zwei weitere Mitarbeitende der Firma Accron gebraucht. Doch nur, weil Firmenchef Kai Petry selbst auf der Baustelle mit angepackt hat statt wie geplant im Büro zu arbeiten.

"Wir sind ständig auf der Suche nach neuem Fachpersonal", sagt Petry. Am schwierigsten sei es, gelernte Monteure und Anlagenmechaniker zu finden. Die Firma beschäftigt fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, im Januar kommt endlich ein sechster dazu - doch Petry musste lange suchen.

Viele Aufträge, zu wenige Hände

Accron hat sich auf Klimatechnik spezialisiert, vor allem auf die Installation von Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen. Den Auftrag in Hainburg (Offenbach) übernahm die Firma kurzfristig. Eine andere Firma hatte Termine beim Kunden wegen Personalmangels immer wieder um mehrere Monate verschoben.

Auch seine Firma bekomme aktuell eigentlich mehr Aufträge, als sie stemmen könne, erzählt Kai Petry. Gerade hatte er ausnahmsweise Kapazitäten.

Wie groß der Mangel an qualifiziertem Personal ist, belegt eine Prognos-Studie im Auftrag der Deutschen Industrie- und Handelskammer: Demnach fehlen bis 2030 bundesweit mehr als eine halbe Million Fachkräfte allein für den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

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