Aktuelles – 9. September 2025

Fraunhofer-Institut errechnet KI-Sparpotenzial für Stadtwerke

Lokale Energieversorger können laut einer detaillierten Analyse ihre jährlichen Kosten künftig um mehrere Millionen Euro senken – wenn sie jetzt die richtigen Entscheidungen treffen.

Düsseldorf. Künstliche Intelligenz (KI) kann Stadtwerken bis zum Jahr 2035 Einsparungen von 56 Prozent bringen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) im Auftrag der Unternehmensberatung m3, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Die Schätzung basiert auf einer ausführlichen Analyse: Acht Monate lang hat das Fraunhofer-Institut vier Stadtwerke beobachtet. Dabei hat es mehr als 350 Prozesse und Aufgaben der Unternehmen untersucht und jeweils deren KI-Potenzial bewertet.

Entstanden ist eine Einschätzung, an der sich viele lokale Energieversorger orientieren können. Denn aus den Daten der vier realen Stadtwerke haben die Studienautoren ein Musterstadtwerk errechnet. Dieses Beispielunternehmen hat 75.000 Kunden, 1000 Mitarbeiter und macht einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 70 Millionen Euro. Wenn es KI richtig einsetzt, könnte es seine Kosten künftig um mehrere Millionen Euro pro Jahr reduzieren.

Der m3-Geschäftsführer Christof Spangenberg sagt: „Wenn Stadtwerke Künstliche Intelligenz gewinnbringend einsetzen wollen, ist das Wichtigste, dass sie nicht weiter in die falsche Richtung laufen.“ Ohne den Einsatz von KI könnten die Kosten laut der Studie bis 2035 sogar um 45 Prozent steigen.

Wo genau KI den lokalen Energieversorgern Vorteile bringen kann und wie hoch die jährliche Ersparnis jeweils wäre, schlüsseln die Autoren in ihrer Studie auf.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

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