GdW: Neubau-Investitionen brechen 2026 um 26 Prozent ein
Deutschland braucht 320.000 neue Wohnungen pro Jahr – gebaut werden nur 200.000. Jetzt droht der nächste Rückschlag: Die sozialorientierten Wohnungsunternehmen dürften ihre Neubau-Investitionen 2026 auf sechs Milliarden Euro zurückfahren. Was laut GdW nötig wäre, um genehmigte Projekte aus der Schublade zu holen.
Der Neubau rechnet sich für viele sozial orientierte Wohnungsbauunternehmen angesichts steigender Bau- und Finanzierungskosten immer weniger. "Für 2026 droht bei den Neubauinvestitionen ein Einbruch um fast 26 Prozent auf sechs Milliarden Euro", teilte der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) mit. GdW-Präsident Axel Gedaschko fordert deshalb von der Politik Maßnahmen zur Baukostensenkung, schnellere Verfahren und eine verlässliche soziale Unterstützung.
GdW rechnet 2026 mit 16.000 neuen Wohnungen
Im vergangenen Jahr haben die im GdW vertretenen genossenschaftlichen, kirchlichen oder auch kommunalen Wohnungsbauunternehmen insgesamt 20,8 Milliarden Euro investiert. Dabei sind die Bestandsinvestitionen auf 12,7 Milliarden Euro angewachsen, die Investitionen in den Neubau aber auf 8,1 Milliarden Euro gesunken. Insgesamt seien 2025 gut 24.000 neue Wohnungen gebaut worden. In diesem Jahr rechnet der Verband mit rund 16.000 neuen Wohnungen.
Seit 2019 rund 51 Prozent höhere Wohnungsbau-Baupreise
Als Gründe für den Einbruch nannte der GdW die seit einigen Jahren stark gestiegenen Baukosten: Seit Ende 2019 sind die Baupreise im Wohnungsbau um rund 51 Prozent gestiegen, zugleich haben sich die Zinsen seit 2021 vervielfacht, hieß es. Genehmigte Bauprojekte würden so zu "Schubladenprojekten", warnte Gedaschko. Im laufenden Jahr würden in Deutschland nur noch insgesamt 200.000 Wohnungen fertiggestellt bei einem Neubaubedarf von rund 320.000 Wohnungen.
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