Aktuelles – 3. Juli 2024

Großes ungenutztes Potenzial beim Mieterstrom

Große Potenziale bleiben ungenutzt. Insbesondere auf Dächern von Mehrfamilienhäusern werden zu wenige neue PV-Anlagen installiert. Ein zentrales Hemmnis stellen die Regelungen zum Mieterstrom dar. Ohne umfassende Reformen, die über das Solarpaket 1 hinausgehen, wird sich an dem Nischendasein des Mieterstroms nichts ändern.

2023 wurde ein Rekordzubau an Photovoltaik-Leistung erreicht. Trotz der zusätzlichen 14 GW liegt vor Deutschland noch ein steiler Weg zur Erreichung der Klimaschutzziele bis 2030 (BSW Solar, 2024). Bis Ende 2023 wurden etwa zwei Drittel der installierten Leistung auf Dächern verbaut (Ritter/Wingenbach, 2024). Auf neu errichteten Gebäuden gilt in etlichen Bundesländern bereits eine Solardachpflicht für Nichtwohngebäude, zunehmend auch für Wohngebäude, bundesweit soll laut Koalitionsvertrag jede geeignete Dachfläche für Solarenergie genutzt wer-den. Der große Hebel liegt aber nicht im Neubau, sondern im Bestand. Hier hat der Ausbau auf Dächern von Ein- und Zweifamilienhäusern, die in der Regel von den Eigentümern selbst bewohnt werden, in den letzten Jahren an Dynamik gewonnen, insbesondere in Süddeutschland (KfW, 2024). Bei Mehrfamilienhäusern im Geschosswohnungsbau kommt der Ausbau hingegen kaum voran, was vor allem an divergierenden Eigentümer- und Mieterinteressen liegt, die durch die jetzigen Regelungen des Mieterstroms kaum zusammengebracht werden können.

Vollständige Meldung auf der Internetseite des IW Köln

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