Aktuelles – 18. November 2025

Grüngas-Quote könnte Verbraucher pro Jahr 178 Euro kosten

Die Bundesregierung plant eine Quote, um den Wasserstoffhochlauf voranzutreiben. Eine exklusive Studie zeigt: Die Mehrkosten wären immens. Betroffen wären private Haushalte und Industrie.

Berlin. Die von der Bundesregierung geplante Grüngas-Quote könnte für private Haushalte und Industrie teuer werden. Das zeigt eine gemeinsame Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Wuppertal Instituts (WI), die von der Klimaschutzorganisation Bellona in Auftrag gegeben wurde. Die Studie liegt dem Handelsblatt exklusiv vorab vor.

Ziel der Quote ist es, den Markt für Wasserstoff und andere grüne Gase anzukurbeln. Die Autoren der Studie kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass die Nachteile einer Grüngas-Quote gegenüber möglichen Vorteilen überwiegen – unabhängig davon, wie das Instrument konkret ausgestaltet wird.

Die Grüngas-Quote gehört zu den energiepolitischen Vorhaben der Koalition aus CDU, CSU und SPD und ist bereits im Koalitionsvertrag verankert. Sie verpflichtet Gaslieferanten dazu, steigende Mengen klimafreundlicher Gase, die aus erneuerbaren Quellen stammen, wie Biogas, synthetisches Methan oder grünen Wasserstoff, in das Erdgasnetz einzuspeisen.

Vorbild ist die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) im Kraftstoffbereich, die Mineralölunternehmen dazu verpflichtet, alternative, klimaschonende Kraftstoffe wie Biodiesel oder Bioethanol beizumischen. Die THG-Quote steigt von Jahr zu Jahr.

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