Konferenz im Zeichen der weltweiten Energiekrise
Der Petersberger Klimadialog soll eigentlich der Vorbereitung auf die jeweils nächste UN-Klimakonferenz dienen. In diesem Jahr prägen die Lieferengpässe bei fossilen Brennstoffen das internationale Treffen. Hauptredner am Schlusstag ist Bundeskanzler Merz.
Auf Einladung von Bundesumweltminister Schneider beraten in Berlin seit gestern etwa 30 Staaten über den internationalen Klimaschutz und den Umstieg von klimaschädlichen Energien wie Öl, Gas oder Kohle auf Erneuerbare. Die Konferenz dient zudem der Vorbereitung des nächsten Weltklimagipfels in der Türkei im November.
An der Schlussrunde der zweitägigen Konferenz wird auch der Chef der Internationalen Energieagentur, Birol, teilnehmen und eine Einschätzung zur Lage der Energiemärkte abgeben.
Energiewende zentrales Thema
Wegen der Auswirkungen des Iran-Kriegs und der stark gestiegenen Preise für Öl und Gas forderte nicht nur der SPD-Politiker Schneider eine schnelle Energiewende. Die Klimapolitik liefere Lösungen, um die Abhängigkeit von Importen zu verringern, sagte Schneider. Längst gebe es mit erneuerbaren Energien, Elektromobilität und Wärmepumpen gute Gegenmittel. Er vermutet, dass die fossile Energiekrise als Beschleuniger wirken werde.
Der EU-Kommissar für Klimaschutz, Hoekstra, sieht gute Chancen, trotz Energiekrise das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Im Deutschlandfunk erklärte der niederländische Christdemokrat, dafür müsse man Industrie, Klimaschutz und Energieunabhängigkeit zusammenbringen. Es sei falsch zu denken, dass politische Maßnahmen entweder gut fürs Klima oder für die Wirtschaft seien. Wichtig sei es nun, die Elektrifizierung voranzutreiben, etwa durch E-Autos und Solartechnik auf Gebäuden. Außerdem müssten Wind- und Kernenergie sowie Stromnetze und Speichermöglichkeiten konsequent ausgebaut werden.
Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

Energiegemeinschaften vor Ort
Marktpartner arbeiten bundesweit erfolgreich in regionalen Energiegemeinschaften zusammen - auch in Ihrer Nähe!