Kreislaufwirtschaft und PV-Ausbau
Noch fallen sie überschaubar aus, doch die Mengen an PV-Modulen steigen, die ausgetauscht und entsorgt werden müssen. Handwerksbetriebe vermissen passende Rücknahme- und auch Trennsysteme für den Verpackungsmüll. Eine neue Studie zeigt, wo die größten Hürden liegen – und warum sich finanziell bisher wenig lohnt.
Im Handwerk sind es vor allem Elektriker und Dachdecker, bei denen der Solarausbau in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat. Solarpflichten, der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit und die Notwendigkeit, angesichts des Klimawandels Strom aus regenerativen Quellen zu erzeugen, haben diese Entwicklung gefördert. Dabei prägt bei vielen der Installationsbetriebe auch der Nachhaltigkeitsgedanke die Unternehmensführung. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft gewinnt damit an Bedeutung. Aber wie kann diese im Umgang mit Photovoltaik-Modulen aussehen? Welche Aspekte sind es, die dabei die Nachhaltigkeit mitbestimmen? Was funktioniert in der Praxis – und wo gibt es Defizite?
Installation von PV-Modulen: Wie viel Kreislaufwirtschaft ist schon möglich?
Antworten auf diese und weitere Fragen wollte auch das Institut für Betriebsführung (itb), das zum Deutschen Handwerksinstitut (DHI) gehört, finden. Im vergangenen Jahr hat es Handwerksfirmen dazu befragt und eine Studie zum Thema "Kreislaufwirtschaft bei der Installation von PV-Modulen" erstellt. Die Ergebnisse wurden kürzlich veröffentlicht.
Da die beteiligten Handwerksbetriebe selbst kaum Einfluss auf die Herstellung der Module haben und diese über Händler beziehen, richtet sich ihr Fokus ganz besonders auf die Verpackung, in und mit der das PV-Material geliefert wird. Wichtig war außerdem die Tatsache, dass Altmodule, die die Betriebe deinstallieren und ersetzen, nur selten an die Hersteller zurückgehen können. Stattdessen landen sie bei den örtlichen Recyclinghöfen und werden von dort der Weiterverwertung oder dem Recycling zugeführt.
Die meisten in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen haben eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren. Die erste Generation von Solarmodulen, die in einer größeren Anzahl installiert wurden, muss derzeit teilweise schon abgebaut oder ersetzt werden. Noch findet das nicht in großen Mengen statt. In den letzten Jahren fielen nur je rund 15.000 Tonnen PV-Module im Elektroschrott an. In Summe werden bald aber bis zu 200.000 Tonnen an Solarzellenabfall angefallen sein. Die Mengen werden zukünftig kontinuierlich weiter steigen. Bis zum Im Jahr 2035 könnten es schon über eine Millionen Tonnen sein. Davon geht das Umweltbundesamt (UBA) aus.
Ausgetauscht werden müssen Solarmodule meist deshalb, weil die Witterung ihre Spuren hinterlässt und sich einzelne defekte Stellen zeigen. Dann erzielen die Module nicht mehr die gewünschten und notwendigen Leistungswerte. Beispielsweise können sich Kabel durch Wind- oder Zugbelastung durchscheuern, oder Marderverbiss führt zu Schäden an der Verkabelung. Oftmals muss man nicht das ganze Modul austauschen, sondern nur einzelne Bauteile.
Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

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