Milliarden für die Stromnetze – Wo bleibt die Entlastung?
Der Bund gibt 6,5 Milliarden Euro aus, um Netzentgelte und damit die Strompreise zu senken. Doch einige Netzbetreiber geben den Staatszuschuss kaum an ihre Kunden weiter. Das sind die Gründe.
Düsseldorf. Einige Energieversorger müssen sich auf kritische Nachfragen einstellen. Der Grund: Ihre Stromkunden erwarten im kommenden Jahr eine Kostensenkung. Denn der Staat will 6,5 Milliarden Euro ausgeben, um Stromnetzentgelte zu subventionieren, also die Gebühr für die Nutzung der Stromnetze. Sie macht einen erheblichen Teil der Stromrechnung aus – nach Branchenangaben im Schnitt rund ein Viertel.
Doch nicht alle Stromanbieter geben die Subvention an ihre Kunden weiter. Ein Vertreter eines städtischen Stromanbieters in Nordrhein-Westfalen sagte dem Handelsblatt: „Unsere Kunden erwarten aufgrund zahlreicher Äußerungen von Politikern zu den Netzentgelten eine Senkung des Strompreises.“ Aber er könne nur sagen, „dass es das bei uns nicht gibt, vor allem nicht in dem Umfang, wie sich die Kunden es vorstellen“.
Denn die Stromanbieter sind bei der Kostensenkung von den Netzbetreibern abhängig, an deren Stromnetz ihre Kunden hängen. Und die senken ihre Netzentgelte in sehr unterschiedlichem Umfang. Das geht aus einer Stichprobe der Bundesnetzagentur zu den vorläufigen Netzentgelten von 28 Verteilnetzbetreibern für das kommende Jahr hervor.
Ein Netzbetreiber fällt dabei besonders auf: Westnetz. Während die Verteilnetzbetreiber im Durchschnitt das Netzentgelt für Haushaltskunden im kommenden Jahr um 16 Prozent senken, geht Westnetz nur 3,6 Prozent mit dem Preis nach unten.
Das Unternehmen ist nicht der einzige Netzbetreiber, der seine Entgelte nur geringfügig senkt. Allerdings gehört es zu Westenergie, dem ehemaligen Arbeitgeber der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die eine „konkrete Entlastung für Millionen Haushalte und Betriebe“ durch den Bundeszuschuss versprochen hat.
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