Aktuelles – 8. Mai 2026

QR-Code statt Blackbox: Der Batteriepass kommt

CO₂-Fußabdruck, Herkunft, Recycling-Infos: Künftig liefert ein QR-Code alle relevanten Daten zu Batterien in E-Autos, E-Bikes und größeren Industriebatterien. Kfz-Gewerbe und Elektrohandwerk sehen darin trotz Mehraufwand Vorteile – von effizienterer Reparatur bis zur Profilierung im Bereich Nachhaltigkeit.

Batteriepass ab 2027: Pflicht für bestimmte Batterietypen

Eine zweite zentrale Neuerung der EU-Batterieverordnung tritt bereits ein Jahr früher in Kraft: Ab dem 18. Februar 2027 ist der digitale Batteriepass für bestimmte Batterien Pflicht – nämlich für sämtliche Traktionsbatterien, Batterien von Zweirädern und Industriebatterien mit mehr als 2 kWh Kapazität. Denn schließlich sind Batterien und Energiespeicher ein wichtiger Bestandteil von Energiewende und Elektromobilität – aber gleichzeitig auch eine enorme Herausforderung für Nachhaltigkeit und Recycling. Der Batteriepass soll den Lebenszyklus von Batterien transparenter gestalten und die Kreislaufwirtschaft fördern. Er dokumentiert den gesamten Lebenszyklus einer Batterie – von der Produktion über die Nutzung bis hin zum Recycling – und soll Vertrauen schaffen, indem er verlässliche Informationen zu Herkunft, Zusammensetzung und Nachhaltigkeit von Batterien liefert.

Der Batteriepass ist Teil der EU-Batterieverordnung – und die gilt unter Experten als zentraler Baustein der europäischen Nachhaltigkeits- und Industriestrategie. Denn sie schafft ein unmittelbar geltendes, einheitliches Regelwerk für Batterien aller relevanten Typen – von Geräte- und Industriebatterien bis hin zu Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge. Dabei werden sowohl klassische Sicherheits- und Leistungsanforderungen geregelt als auch neue, weitreichende Pflichten eingeführt, die Herstellung, Nutzung und das Ende des Lebenszyklus von Batterien als zusammenhängendes System behandeln. Nachhaltigkeit, Transparenz und Kreislauffähigkeit werden auf diese Weise zu überprüfbaren regulatorischen Anforderungen.

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