RWE kooperiert mit US-Investor zur Finanzierung der Stromnetze
Apollo beteiligt sich am Stromnetzbetreiber Amprion. Der Deal hat Signalwirkung – und könnte andere Investoren zu bedeutenden Beteiligungen an deutscher Infrastruktur ermutigen.
Düsseldorf, Frankfurt. Der Essener Energiekonzern RWE veräußert Teile seiner großen Stromnetze an den US-Investor Apollo. Der weltweit tätige Vermögensverwalter zahlt 3,2 Milliarden Euro an RWE und erhält dafür eine Beteiligung an einem neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen, das die Stromnetze umfasst. Das teilte RWE am Montag mit.
Konkret geht es um Anteile an dem Übertragungsstromnetzbetreiber Amprion. Das Unternehmen Amprion besitzt und betreibt einen Teil der deutschen Übertragungsstromnetze, die Strom über weite Strecken quer durchs Land transportieren. RWE wiederum besitzt 25,1 Prozent an Amprion.
Das Handelsblatt hatte bereits im Juni darüber berichtet, dass RWE eine Auslagerung seines Amprion-Anteils in eine Tochtergesellschaft erwägt. Das setzt RWE nun um: Es gliedert seinen Anteil in das Gemeinschaftsunternehmen mit Apollo aus. Dabei behält RWE die operative Kontrolle.
RWE erhält das Geld im Voraus und will es dann in Amprion investieren, um die Stromnetze auszubauen. Das heißt, dass Apollo einen fixen Anteil an Amprion erhält, der sich in den kommenden Jahren nicht verändern dürfte, auch wenn weitere Kapitalerhöhungen anstehen. Die Kapitalerhöhungen bezahlt RWE dann jeweils auch für Apollo aus dem bereits jetzt erhaltenen Geld.
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