Sachsen und Hamburg liegen vorn bei der digitalen Wärmeverbrauchserfassung
Anders als in den meisten anderen Bereichen der Digitalisierung gehört Deutschland bei der digitalen Erfassung des Wärmeverbrauchs zu den führenden Ländern Europas. Diese Quote ergibt sich aus dem „Digitalisierungsatlas“ des Immobiliendienstleisters ista (https://heiz-o-meter.de/digitalisierungsatlas). Der Digitalisierungsatlas zeigt in einer Deutschlandkarte, zu welchen Anteilen der Wärmeverbrauch in Deutschland bereits digital und fernauslesbar erfasst wird.
So können Bundesländer, aber auch einzelne Regionen und Städte direkt miteinander verglichen werden. Der Atlas zeigt auch, in welchen Teilen Deutschlands Verbraucher:innen mit Hilfe digitaler Technik Transparenz über ihren Verbrauch an Heizenergie haben. Der Erfolg wird insbesondere im Vergleich zum Ausbau digitaler Stromzähler deutlich: Lediglich 5 Prozent der deutschen Haushalte verfügen aktuell über smarte Zähler und eine digitale Anbindung über ein Gateway. Bei der Digitalisierung im Strombereich gehört Deutschland damit zu den Schlusslichtern Europas.
Verbrauchstransparenz eine Frage des Wohnorts
Bei der digitalen Wärmeverbrauchserfassung liegt innerhalb Deutschlands Sachsen mit einer Quote von 87 Prozent an der Spitze, gefolgt von Hamburg (84 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (83 Prozent). Auf den letzten drei Plätzen liegen Bremen (71 Prozent), das Saarland (71 Prozent) und Schlusslicht Baden-Württemberg (70 Prozent). Aktuelle Verbrauchsinformation erhalten in vielen Bundesländern Deutschlands deutlich weniger Menschen als technisch möglich wäre. Während in Sachsen immerhin bereits 60 Prozent aller Mieter:innen monatliche Übersichten bekommen, sind es im Saarland nur 15 Prozent.
Allzeithoch bei Heizkosten: Kostenkontrolle wichtiger denn je
Die Heizkosten sind 2023 für viele Menschen auf einem Allzeithoch angekommen mit durchschnittlichen Kosten von 800 bis 1.100 Euro bei Erdgas und Heizöl. Einen Indikator für mögliche Einsparungen liefert das Jahr der Energiepreiskrise 2022, als Verbraucher:innen in den Wintermonaten witterungsbereinigt etwa 15 Prozent im Vorjahresvergleich eingespart hatten. Bei einem Gaspreis von rund 10 Ct pro kWh entspräche das einer Ersparnis von etwa 250 € bei einer Durchschnittswohnung (130qm) für eine vierköpfige Familie. ista CEO Hagen Lessing: „Wir brauchen keinen erhobenen Zeigefinger, sondern vor allem bestens informierte Mieterinnen und Mieter, die anhand aktueller Verbrauchsdaten selbstbestimmt und bewusst heizen und so ihre Kosten selbst im Griff behalten können.“ Mehr Transparenz beim Wärmeverbrauch ist auch deshalb so wichtig, weil rund 80 Prozent des Energiebedarfs im Gebäude auf die Bereiche Heizung und Warmwasser entfielen.

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