Aktuelles – 17. Juli 2024

Sanieren mit klimafreundlichem Wärmeerzeuger rechnet sich besonders für Einfamilienhäuser

Die Sanierung eines Einfamilienhauses ist auf die Zeitspanne bis 2045 betrachtet günstiger als nichts zu tun. Das ist ein Ergebnis einer großen neuen Studie des WWF Deutschlands. Darin hat die Prognos AG die Kosten etwa für die Energieerzeugung in unsanierten Bestandsgebäuden verschiedenen Sanierungsschritten und ihren Investitionen – aber auch den anschließenden Ersparnissen durch bessere Effizienz – gegenübergestellt. Betrachtet wurden dabei zwei übliche Referenzgebäude.

Unterm Strich ist nichts zu tun die teuerste Option – auch für das Klima. In der Studie zeigt sich, dass die Sanierung sich sogar schon unabhängig vom Wärmeerzeuger rechnet – mit klimafreundlichem Wärmeerzeuger aber noch höhere Kostenersparnisse möglich sind. So liegen die Gesamtkosten für das Einfamilienhaus im unsanierten Zustand mit einer Gasheizung bis 2045 bei gut 89.000 Euro. Durch die Sanierung auf die Effizienzhausstandards EH 70 und EH 55 und der Installation einer Wärmepumpe sinken sie auf gut 65.000 Euro ab. Kosten für den Energiebezug können sich so teils um 80 Prozent reduzieren.

Komplizierter wird es bei den Mehrfamilienhäusern und der Kostenverteilung von Vermieter:innen und Mieter:innen. Zwar gehen die Gesamtkosten auch hier durch die Sanierung auf ein Effizienzhaus zurück, wenn auch weniger deutlich als beim Einfamilienhaus.

Für das Klima rechnen sich Sanierungen in jedem Fall: Während die Emissionen in einem unsanierten Einfamilienhaus mit Gaskessel bis 2045 101 Tausend Tonnen CO2-Äquivalente beträgt, sinkt dieser Wert im EH 55-Haus mit Wärmepumpe auf 5 Tausend Tonnen. Im Mehrfamilienhaus betragen die Werte entsprechend 310 Tausend Tonnen und 14 Tausend Tonnen.

Blick über München

Energie­gemeinschaften vor Ort

Marktpartner arbeiten bundesweit erfolgreich in regionalen Energiegemeinschaften zusammen - auch in Ihrer Nähe!