Aktuelles – 21. Mai 2026

So könnten die Offshore-Windkraft-Projekte gerettet werden

Projektentwickler haben Milliarden gezahlt, um sich den Zugriff auf Flächen für Offshore-Windparks zu sichern. Nun aber ist die Realisierung fraglich. Die Branche wirbt für einen radikalen Schnitt.

Insgesamt 16,6 Milliarden Euro war es Projektentwicklern in den Jahren 2023 bis 2025 wert, um den Zuschlag für Windparkflächen in Nord- und Ostsee zu bekommen. Allein bei der Versteigerung von Flächen im Sommer 2023 waren die erfolgreichen Bieter bereit, 12,6 Milliarden Euro zu zahlen. Zu diesen Bietern zählten Total Energies und BP. Doch inzwischen wächst in der Branche die Sorge, dass einige der erfolgreichen Bieter von damals heute kein Interesse mehr daran haben, die Projekte auch tatsächlich umzusetzen.

Befürchtet wird ein Stillstand bei der Projektentwicklung – mit Risiken für die gesamte Offshore-Windkraft-Lieferkette. Nach Angaben des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO) ist ein Projekt- und Beschaffungsvolumen von bis zu 50 Milliarden Euro in Gefahr.

Für 16 Gigawatt (GW) von insgesamt 17,8 GW, die 2023, 2024 und 2025 einen Zuschlag bei den Auktionen bekamen, fordert der BWO daher einen radikalen Schnitt: Die Bieter sollen die Flächen zurückgeben dürfen.

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