Aktuelles – 13. November 2023

Strom und Gas: 2022 deutlich weniger Anbieterwechsel und Sperren

Aus dem Monitoringbericht 2023 des Bundeskartellamts und der Bundesnetzagentur über die Entwicklungen auf den deutschen Strom- und Gasmärkten (Datenanalysen beziehen sich primär auf das Jahr 2022, berücksichtigen jedoch auch relevante Entwicklungen aus 2023)

Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine lassen sich bei den Groß- und Einzelhandelspreisen auch Anfang des Jahres 2023 weiterhin beobachten. Zum Stichtag 1. April 2023 waren die Strom- und Gaspreise für Haushaltskunden im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gestiegen. Der Anstieg der Einzelhandelspreise für Strom und Gas war insbesondere auf die deutlich gestiegenen Kosten der Energiebeschaffung zurückzuführen.

Im Wechselverhalten der Verbraucher haben die Entwicklungen des Jahres 2022 deutliche Spuren hinterlassen. Im Jahr 2022 ist die Zahl der Strom-Lieferantenwechsel bei Haushaltskunden um rund 16 Prozent auf gut 4 Millionen Wechsel deutlich gesunken. Die Anzahl der Gas-Lieferantenwechsel bei Haushaltskunden sank im Jahr 2022 um rund ein Drittel von 1,64 Mio. auf 1,15 Mio. Wechsel.

Erfreulicherweise spiegeln sich die gestiegenen Strom- und Gaspreise nicht in den Sperrzahlen für das Jahr 2022 wider. Die Stromsperrungen sind im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um gut 11 Prozent gesunken und lagen bei rund 209.000. Im Gasbereich verringerte sich die Anzahl der Gassperrungen um rund 15 Prozent. Im Jahr 2022 wurden insgesamt rund 23.000 Sperrungen gemeldet.

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