Aktuelles – 6. Mai 2026

Wie steht es um die kommunalen Wärmeplanung?

Die kommunale Wärmeplanung soll erstmals systematisch festlegen, welche klimaneutralen Optionen künftig dominieren sollen – als Komponente oder hybride Lösungen.

Mit dem Wärmeplanungsgesetz ist dieser Prozess bundesweit verpflichtend: Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen ihre Pläne bis Mitte 2026 vorlegen, kleinere Kommunen bis spätestens 2028. Doch wie ist der aktuelle Stand? Darum geht es im letzten Teil unserer Serie zu den Herausforderungen der kommunalen Wärmeplanung.

Anfang 2025 arbeiteten rund 47 Prozent der deutschen Gemeinden an einer kommunalen Wärmeplanung, weitere Kommunen haben sie bereits abgeschlossen. Damit leben inzwischen über 60 Prozent der Bevölkerung in Städten und Gemeinden, die aktiv an Strategien für eine klimaneutrale Wärmeversorgung arbeiten.

Planung gut finanzierbar

Die Erstellung der Wärmepläne ist organisatorisch überschaubar. Kommunen benötigen im Durchschnitt rund 18 Monate für die Ausarbeitung, die Kosten liegen bei etwa 3,79 Euro pro Einwohner.

Doch hinter den Wärmeplänen stehen umfangreiche Infrastrukturinvestitionen. Der Ausbau und die Dekarbonisierung von Wärmenetzen, neue Erzeugungsanlagen, Speicher sowie Gebäudesanierungen verursachen erhebliche Kosten. Studien schätzen den Investitionsbedarf für die Wärmewende in Deutschland bis 2030 auf etwa 245 bis 430 Milliarden Euro. Allein für den Ausbau von Fernwärmenetzen werden Investitionen von mehr als 40 Milliarden Euro erwartet. Diese Summen übersteigen bei weitem die finanziellen Möglichkeiten vieler Kommunen.

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