Zählerfreunde bietet Visualisierung von Energieflüssen
Die Software des Münchner Unternehmens bereitet Energiedaten so auf, dass sie auch bei komplexen Energiegemeinschaften mit unterschiedlichen Zählpunkten und Netzbetreibern übersichtlich bleiben. Haushalt, Gewerbe und Anlagenbetreiber erhalten individuelle Einblicke in Erzeugung, Verbrauch und Eigenbedarf.
Verbrauchs- und Einspeisedaten von Photovoltaik-Anlagen aus verschiedenen Netzgebieten transparent darzustellen, ist für Stadtwerke oder Energiegemeinschaften oft eine technische Herausforderung. Die Energiegemeinschaft Göttweigblick in Niederösterreich nutzt dafür seit diesem Jahr die White-Label-Software von Zählerfreunde, teilt das Unternehmen mit.
Die Software ermöglicht ihren Mitgliedern eine übersichtliche Ansicht der Verbrauchs- und Einspeisezählpunkte. „Wir waren auf der Suche nach einer Lösung zur netzbetreiberübergreifenden Darstellung der Energieverbräuche unserer Gemeinschaftsmitglieder inklusive App“, sagt Christian Hofmann, der neben der Energiegemeinschaft Göttweigblick mittlerweile circa 2000 Mitglieder in mehreren Energiegemeinschaften mit rund 450 Erzeugungsanlagen in Österreich koordiniert.
Individuelle Ansichten für unterschiedliche Nutzergruppen
Die Plattform bietet eine anpassbare Oberfläche, damit sie für jeden Teilnehmer übersichtlich ist: Während Haushaltsmitglieder beispielsweise Verbrauch und Stromproduktion in ihrer App einsehen, erhalten Anlagenbetreiber oder Unternehmen detailliertere Übersichten zu einem individuellen Monitoring der Daten. Für die Energiegemeinschaft in Göttweigblick bildet eine große Systemkarte alle Erzeuger, Verbraucher und angeschlossenen Haushalte ab. Um die Komplexität beherrschbar zu halten, sehen Nutzer jeweils nur die für sie relevanten Daten. Die Software lässt sich über ein modulares Baukastensystem auf individuelle Anforderungen anpassen.
Aktuell konzentriert sich die Energiegemeinschaft auf die Visualisierung der Energieflüsse, sie plant aber mittelfristig den Einsatz der KI-Funktion von Zählerfreunde. „Wir arbeiten an Prognosemodellen für Erzeugung und Verbrauch“, so Hofmann. Perspektivisch sollen auch größere Verbraucher wie Wärmepumpen oder Wallboxen automatisiert angesteuert werden – basierend auf Wetterdaten, Verbrauchsmustern oder dynamischen Stromtarifen. Die künstliche Intelligenz, die Zählerfreunde nutzen, analysiert dafür historische Daten und kann automatisiert Regeln ableiten, wann große Verbraucher günstig betrieben werden können.
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