Zoff um das neue GEG: Weniger CO2 – aber wie?
Während Deutschland bis 2045 klimaneutral werden will, streiten Experten über den richtigen Weg: Wärmepumpe, Gasheizung oder doch Technologieoffenheit?
Die Wärmewende als Teil der Energiewende soll die Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045 klimaneutral machen. Das soll auf kommunaler Ebene durch den Betrieb von Fernwärmenetzen passieren und in Privathaushalten durch den Wechsel zu Heizungen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
Unklar ist, ob als Regelungsgrundlage das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in seiner jetzigen Form erhalten bleibt. Denn das GEG ist weiterhin umstritten. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte sich für eine Neuauflage des GEG ausgesprochen, die auch den Betrieb von älteren Gasthermen zulässt.
Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) beklagt unter anderem, dass es keine einfache, praxistaugliche Förderung für den Einbau neuer Heizungen gibt. Ebenso stört sich der Verband an der auf bestimmte Technologien ausgerichteten Förderung.
Weniger CO₂ mit Technologieoffenheit
Das System dürfe nicht technische Detailvorgaben machen, sondern müsse transparent CO₂-Einsparungen bewerten und unterschiedliche Sanierungsformen ermöglichen, fordert ZVSHK-Präsident Michael Hilpert in einem Statement. Das GEG müsse "dringend entschlackt und überarbeitet werden". Dem Verbraucher dürfe nicht vorgeschrieben werden, welche Heizgeräte erlaubt sind. Das Ziel sei: weniger CO₂ mit Technologieoffenheit. Allerdings gibt es innerhalb der Branche unterschiedliche Ansichten dazu, welche Technologien noch förderungswürdig sind. Der Bundesverband der Energieberatenden (GIH) hatte kritisiert, der ZVSHK spreche sich wieder verstärkt für den Einbau von Gasheizungen aus. "Der ZVSHK hat die Wärmepumpe jahrelang unterstützt – die Kehrtwende ist nicht nachvollziehbar", so der Vorsitzende des GIH Bundesverbands, Stefan Bolln. Es sei widersprüchlich, ein 90-Prozent-Reduktionsziel bis 2040 zu propagieren und gleichzeitig neue fossile Heizungen einzubauen, die 20 Jahre in Betrieb bleiben.
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