ZVEH zur geplanten GEG-Reform
ZVEH sieht Streichung der 65-%-Regel kritisch: Wer Investitionen in klimafreundliche Heizungen abwürgt, spielt mit der Zukunft Deutschlands.
Die Bundesregierung hat vorgestern die Eckpfeiler für die Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) präsentiert, die auch die Streichung der 65-Prozent-Regelung bei der Wärmeversorgung beinhaltet. Der ZVEH warnt davor, dass Investitionen in die Energiewende, in Zukunftstechnologien und ein klimaneutrales Deutschland damit weiter in die Zukunft verschoben werden. Die Fortsetzung der Fördersysteme für Wärmepumpen und andere klimaneutrale Heizungen bewertet der Verband indes positiv.
Frankfurt am Main, 26.02.2026: „Indem sich die Bundesregierung von der Vorgabe, dass neu installierte Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, verabschiedet und ab 2029 auf eine Grüngas-Quote setzt, sorgt sie einmal mehr für Verunsicherung bei Gebäudeeigentümern, Handwerkern, Herstellern, Energieversorgern und Kommunen“, erklärt Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH): „Dabei haben sich klimaneutrale Technologien längst bewährt und die steigenden Installationszahlen bei den Wärmepumpen zeigen, dass die Akzeptanz bei den Verbrauchern enorm gewachsen ist. Diesen erfolgreichen Hochlauf macht man mit der jetzigen Entscheidung zunichte.“
Der ZVEH-Hauptgeschäftsführer weist darauf hin, dass Forschungsinstitute die Einführung einer Grüngas-Quote mehrheitlich als wenig sinnvolles Instrument zur Dekarbonisierung im Gebäudesektor ansehen, und macht deutlich: Deutschland verpasst damit die Chance, die Energiewende weiter erfolgreich umzusetzen. Neuhäuser: „Damit werden Investitionen in die Energiewende, in Erneuerbare Energien und Zukunftstechnologien gebremst, der Investitionsstau wächst. Welche Folgen es hat, wenn Investitionen immer wieder in die Zukunft verschoben werden, zeigt sich am Zustand unserer Schulen und unserer Straßen.“
Die e-handwerkliche Organisation appelliert daher an die Bundesregierung, die GEG-Reform so auszugestalten, dass Verbraucher und Wirtschaft Planungssicherheit haben und auf etablierte klimaneutrale Technologien statt auf unsichere Pfeiler wie eine Grüngas-Quote setzen. Neuhäuser: „Investitionen müssen jetzt getätigt und dürfen nicht in die Zukunft verschoben werden. Wenn wir die Wärmewende jetzt nicht engagiert vorantreiben, bürden wir zukünftigen Generationen immer größere Lasten auf.“
Positiv bewertet der Verband, dass die Bundesregierung – zumindest bis 2029 – an der Bundesförderung energieeffizienter Gebäude (BEG) festhalten will, über die die Installation von Wärmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizungstechnologien maßgeblich gefördert wird. Solche finanziellen Anreize werden nun, da die 65-Prozent-Regel abgeschafft werden soll, umso bedeutsamer und dürfen daher keinesfalls abgesenkt werden.
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